
Zwei Künstler, zwei Handschriften
Das Stillleben ist ein Gemeinschaftswerk von Pieter Claesz und Roelof Koets – eine im 17. Jahrhundert keineswegs ungewöhnliche Zusammenarbeit, bei der sich zwei auf unterschiedliche Motive spezialisierte Künstler ergänzten. Claesz malte in seinem typisch illusionistischen Stil das fein konturierte, lichtreflektierende Römerglas, während Koets Trauben, Weinlaub, Äpfel und den Weidenkorb ausführte und das Bild auch signierte. So treffen in einem Gemälde zwei unterschiedliche Handschriften aufeinander und lassen zugleich die unterschiedlichen Materialien in ihrer jeweiligen Stofflichkeit hervortreten: künstlich hergestelltes Glas auf der einen, natürlich gewachsene Früchte und Blattranken auf der anderen Seite.
Film Tipp
Einfluss auf andere Künstler: Mit wem hat Claesz zuammengearbeitet und wen hat er beeinflusst?