Vanitas-Stillleben

künstler:
Pieter Claesz
(1597/98-1660)
datierung:
1656
technik:
Öl auf Holz
maße:
40,8 x 61,4 CM

Dieses Vanitas-Stillleben von Pieter Claesz entstand 1656 und gehört somit zu seinen späten Werken. Von den heute bekannten 17 Vanitas-Stillleben des Künstlers werden Vergänglichkeit und Tod in den späteren Gemälden zunehmend unmittelbar und eindringlich dargestellt.

Wie bereits in seinem frühesten Vanitas-Stillleben steht auch hier der Totenschädel im Zentrum. Das für Claesz typische Römerglas erscheint dagegen in ungewöhnlicher Form: Es steht nicht wie auf den Mahlzeiten-Stillleben als überragendes Objekt auf der Tafel, sondern liegt umgestürzt und leer auf dem Tisch und wird dadurch selbst zum Symbol der Vergänglichkeit. Auch Stundenglas, Taschenuhr, der erlöschende Docht einer abgebrannten Kerze und die Musiknotation verweisen auf die verrinnende Zeit und die Endlichkeit des Lebens.

Vor dem Hintergrund der wiederkehrenden Pestepidemien, die auch Haarlem heimsuchten, lässt sich das Gemälde als eindringliche Erinnerung an die Todesbedrohung seiner Zeit lesen. Zugleich verweist die Vanitas-Tradition auf die christliche Hoffnung auf die Überwindung des Todes.

Film Tipp

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